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Pressemitteilung Uniklinik Köln, März 2012

Höhere Anfälligkeit für Schizophrenie bei Rauchern

Rauchen verändert die Wirkung eines Schizophrenie-Risikogens.
Wissenschaftler der Uniklinik Köln und der Universität Zürich
zeigen: Gesunde Menschen, die dieses Risikogen tragen und
rauchen, verarbeiten akustische Reize ähnlich schlecht wie
Patienten mit einer Schizophrenie. Dabei ist der Effekt umso stärker,
je mehr die Betroffenen rauchen.

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Projects

P3 Die Rolle des Cannabinoid-Rezeptors CB1 in der Nikotinabhängigkeit

Funding Period 2007 - 2013

P3

Die Rolle des Cannabinoid-Rezeptors CB1 in der Nikotinabhängigkeit

Prof. Dr. Beat Lutz (Principle Investigator)
University of Mainz
Dept. of Physiological Chemistry
Duesbergweg 6

55128 Mainz
+49-(0)6131-3925911
blutz(at)mail.uni-mainz.de

 

Tabak-Abhängigkeit ist weltweit eine der prominentesten vermeidbaren Todesursachen. Nikotin spielt bei der Bildung der Abhängigkeit die wichtigste Rolle. Es wirkt als direkter Verstärker der Sucht. Jedoch spielen Umwelteinflüsse ebenfalls eine wichtige Rolle als Verstärker. Dies wurde mittels Selbstverabreichungs- und konditionierter Platz-Präferenz- Protokollen gezeigt. Kürzlich wurde das Endocannabinoid-System als Determinante in der Nikotin-Abhängigkeit charakterisiert. Pharmakologische Blockade des Cannabinoid- Rezeptors CB1 vermindert die durch Nikotin induzierte konditionierte Platz-Präferenz und erleichtert die Abstinenz bei Tabak-Abhängigkeit beim Menschen. Das vorliegende Projekt soll die molekularen Mechanismen charakterisieren, in welcher Weise Endocannabinoide bei der Nikotin-Abhängigkeit involviert sind. Um die dafür neuronalen Netzwerke zu charakterisieren, werden verschiedene Maus-Mutanten generiert, denen das CBl-Gen in bestimmten Neuronen des Vorderhirns entfernt wurde. Konditionierte Platz-Präferenz- Experimente werden dann die Orte der CB1l-Rezeptor-Funktionen aufdecken. Weiter sollen Proteine und Gene charakterisiert werden, die bei der CB1-Rezeptor-vermittelten Nikotin- Abhängigkeit involviert sind. Dazu werden verschiedene Methoden angewandt, von Molekulargenetik und Biochemie bis hin zu Verhaltensversuchen.


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